Die Geschichte der Gemeinde und ihrer Kirche

Die Welle der Einwanderer nach dem zweiten Weltkrieg brachte vor allem in den 60er und 70er Jahren viele Griechen nach Deutschland, besonders in die Industrieregionen, zu denen auch die Stadt Köln zählte. Diese sogenannten Gastarbeiter brachten in ihre neue Heimat neben ihrer Bereitschaft zu arbeiten, auch ihre Gewohnheiten und Bräuche mit, die sie in ihren Alltag zu integrieren versuchten. Das Bedürfnis ihren Glauben auszuleben führte die Griechen auch zur Suche nach einer geistlichen Heimat.

Im August 1961 kam als einer der ersten Priester Vater Stephanos Kottakis nach Köln, der in der Ursulinenkirche Gottesdienste abhielt. Nach seiner Abreise im November desselben Jahres reiste Vater Antonios Alevizopoulos an und blieb bis zum Januar 1968. Sein Nachfolger Vater Michail Sarris, der bis Ende Februar 2016 Gemeindevorsteher war, konnte anfangs in der Kirche des Melatenfriedhofs zelebrieren und unterhielt ein Pfarrbüro im Caritasverband.  Im November 1994 erhielt die Gemeinde offiziell die Kirche Alt-Sankt-Heribert.

Die Auswahl dieser Kirche geht auf mehrere Gründe zurück. Es waren unter anderem historische Gründe, die mit der Präsenz des Heiligen Konstantins des Großen im 4. Jahrhundert beginnen, der neben der Kirche die erste Brücke über den Rhein baute. Andere historische Gründe können in  der engen Freundschaft des Erbauers der Kirche , dem Erzbischof Heribert von Köln mit Otto dem III, dem Sohn der byzantinischen Prinzessin Theophano gesehen werden. 

Neben der heutigen Kirche wurde anfangs um 1002 ein Benediktinerkloster gebaut und einige Jahre später um 1020 folgte die Abteikirche. Der Gründer der Kirche widmete sie dem Erretter der Welt und der Gottesmutter, bis sie schließlich den Namen ihres Auftraggebers erhielt. 

Am Sonntag den 6 März 2016 wurde Erzpriester des Ökumenischen Patriarchats Vater Constantin Miron als Gemeindevorsteher eingeführt und Priestermönch Vater Gregorios Sorovakos als Kaplan.

Vater Gregorios Sorovakos, zelebrierte am Sonntag, den 30 Juli 2017 seinen letzten Gottesdienst in Köln. Vater Gregorios diente leider eine sehr kurze Zeit in der Gemeinde in Köln, da er auf Beschluss der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland die Verantwortung für die Kirchengemeinde vom Propheten Elias zu Frankfurt am Main übernimmt.